Eine Winterwanderung bildete den krönenden Abschluss meiner einundzwanzigsten Wildniswindwoche. Nachdem ich am Montag meinen ersten Löffel geschnitzt hatte und viele Seiten in meinem Naturtagebuch mit Texten und Bildern gefüllt hatte, fehlte nur noch eine intensive Draußenzeit.
Unser Ziel war der Wermsdorfer Forst, ca. vierzig Kilometer von Leipzig gelegen. Einen Teil dieses Forstes hatten wir bereits im letzten Frühjahr besucht. Diesmal ging es auf neuen Wegen entlang der großen Teiche, die sich über viele Kilometer durch den Wald ziehen.
Das Wetter war fantastisch. Sonnenschein, Temperaturen knapp unter Null Grad, vereiste Teiche und Schnee auf den Wegen. Der Forst ist wirklich vielfältig. Neben unschönen Dingen wie Kahlschlagflächen und Monokulturen, gab es Mischwälder und zum Teil wild gewachsene Waldstreifen, vor allem in Ufernähe. Was mich immer wieder erstaunt, dass sind die Flächen mit Bäumen, die lediglich eine Bedeutung für die Holzwirtschaft haben, aber keinen Nutzen für das heimische Ökosystem besitzen. Eine Parzelle war mit Lawson Scheinzypressen bepflanzt. Zudem standen hier teilweise viele Roteichen. Beides sind Baumarten aus Nordamerika. Andererseits gab es auch viele Birken, Eichen, Erlen, Buchen und Weiden. Gerade bei den Eichen und Buchen gab es einige riesige Exemplare zu bestaunen. Außerdem stand der Hasel in voller Blüte.
Die Uferbereiche wurden zum Teil von Birken und Erlen dominiert. Von den Birken lagen allerdings viele umgeworfene und zum größten Teil umgesägte Exemplare herum. Ich hab es mir nicht nehmen lassen, etwas Rinde und Aststücke vom Bruchholz zu sammeln. Damit werde ich Schnitzen und Steinzeitkleber herstellen.
Tiere gab es auch zu sehen. Graureiher, Silberreiher, Höckerschwäne, Kohlmeisen. Es waren Buntspechte zu hören und ein Schwarzspecht. Auf dem Eis waren Spuren zu sehen, die ich aber nicht zuordnen konnte. Spuren vom Biber konnten wir an einigen Bäumen entdecken. An den Wegen standen reichlich Hochsitze, die wohl für die Bejagung von Wildschweinen und Rehen genutzt werden. Die Teiche selber werden wohl schon seit 400 Jahren wirtschaftlich genutzt. Den Höhepunkt erlebte die Fisch- und Entenzucht zu DDR Zeiten. Da wurden massiv Fuchs und Marder bejagt. Fische und Geflügel werden aber auch noch heute, wenn auch in einem deutlich geringeren Umfang gezüchtet.
Was uns positiv auffiel, waren die zum Teil schmalen Wanderpfade am Ufer entlang und die vielen Bänke und Rastplätze. Den Rest erzählen die Bilder
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| Einige meiner Gedanken und Eindrücke habe ich in meinem Naturtagebuch festgehalten. |
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| Hügelgräber aus der Steinzeit. Gut 3000 Jahre alt sind diese Strukturen. |
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| Teilweise wunderbare Pfade und Sichtachsen machten diese Wanderung zu einem schönen Erlebnis. |
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| Biber können es einfach besser. Olaf war Schiedsrichter. |
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| Die Wege waren vielfältig. |
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| Dieser Teich war bis auf eine kleine Stelle komplett zugefroren. |
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| Sonne, Schnee und Eis. |
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| Ich und mein Lieblingswanderstock. |
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| Im Rucksack hatte ich Proviant und Kleidung für zwei Leute dabei. Sitzkissen und Decke gehören ebenfalls zu unserer Standardausrüstung. By the way... Ich bin einen Teil des Weges in Sandalen gegangen ;) |
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| Ein Waldstück, welches Mensch vermutlich in Nordamerika erwarten würde. Lawson Scheinzypressen. Ansonsten kennt Mensch diese Bäume hier eher als Garten- und Heckenbepflanzung |
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