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Woche 43

Vorschau: Start in die Woche mit einer neuen Art. Diesmal wieder eine Pflanze. Allerdings eine, die ich sehr mag. Als Wildkräuter ist sie wirklich ganz oft zu sehen und oft auch mitten auf dem Weg oder am Wegesrand. In der Suppe gibt sie ein Champignon ähnlichen Geschmack. Als Heilkraut gibt sie schnelle Abhilfe bei juckenden Mückenstichen und hilft auch vorzüglich bei Atemwegserkrankungen. Du kommst drauf? Mir wurde die Pflanze erst vor zwei Jahren wieder ins Gedächtnis gespült, als ich zwei Kurs der Waldakademie zum Thema Wildkräuter absolvierte. Erst vor kurzem hatte ich noch einen intensiveren Kurs ausschließlich zu dieser Pflanze und deren Verwandte belegt. 

Ein weiteres Thema ist das Schnitzen. Handwerkliche Dinge mag ich sehr. Falls du ebenfals Lust aufs Schnitzen hast, dann hilft dir vielleicht die Schnitzfiebel von Wildniswind weiter.

Ich mache hier gerne unbezahlte Werbung für Dinge, die mir gefallen und ich habe mir zwei neue Bücher bestellt. Das mache ich jeden Monat, um mich auf vielen Ebenen im Bereich "Naturmentoring" weiterzubilden. Letzten Monat waren es zwei Bücher von Peter Wohlleben "Hörst du, wie die Bäume sprechen?" und "Menschenspuren im Wald". Diesen Monat kommen die beiden folgenden Bücher hinzu.

Silke Hartmann, "Birding". Die Vogelguckerin durfte ich schon einmal zusammen mit meiner Partnerin auf einer Vogelwanderung - "Die Superkräfte der Vögel" - im Leipziger Clarapark, im Rahmen der Umweltbuchmesse, folgen. Ein Tipp von mir ist auch ihr Podcast "Vögel, aber cool", indem es zwar primär um Vogel geht, aber noch viel mehr Themen zur Sprache kommen.

Das zweite Buch ist ebenfalls ein Kinderbuch und dreht sich um die Welt der Pilze. "Das Pilzbuch für Kids"Pilzcoach-Badenweiler aka. Nadja Frotscher-Kanka kenne ich von ihrer Präsenz bei Instagram. 

Ich bin auf die Bücher gespannt und bin auch sehr gespannt, wie die Kids darauf reagieren, wenn wir uns diese anschauen.

Montag: Auf dem Weg in die Kita freute ich mich heute Morgen über die Stare auf der Wiese, an der ich oft vorbei radle. Die Nacht war heute morgen von zwei lautstarken Rabenkrähen vor meinem Haus beendet und ich war noch gar nicht so richtig munter. Spätestens auf dem Sattel sitzend, ändert sich das. Mein Weg zur Arbeit dauert knappe 30 und somit habe ich auch schon mein morgendliches Fitnessprogramm absolviert. Trotzdem bleibt genug Zeit für flüchtige Blicke, wenn ich durch den Park fahre. Spätestens bei der Heimfahrt reduziere ich die Geschwindigkeit und steige auch gerne mal vom Rad ab.

In der Kita haben die Kinder und ich die Blätter von Sommer-Linde und Winter-Linde verglichen und versucht diese optisch und haptisch herauszufinden. Die Linde ist die Heilpflanze des Jahres 2025 und somit lohnt es sich noch mehr genauer hinzuschauen.

Zum Anschluss des Tages bleibt noch die Freude über die beiden NABU Zertifikate "Lebensraum Garten" und "Lebensraum Feldflur". Bleibt noch der Kurs "Lebensraum Fließgewässer" übrig, den ich mir in den nächsten Wochen erarbeiten werde, um das Thema "Lebensräume" abzuschließen. 

Auch wenn die Bildqualität aufgrund des Zoom unterirdisch ist, wollte ich diesen Graureiher festhalten. Der Blick dieses Tieres verfolgte mich solange, bis ein größerer Abstand wieder hergestellt war. 

Ich habe Bock auf Garten bekommen. 

Die Feldflur ist eine vielfältiger und spannender Lebensraum. Mit 48 Lernstunden war es mein bisher längster Kurs. 

Dienstag: Mein Arbeitstag beginnt heute später. Was gibt's also besseres, als gemütlich durch den Park zu schlendern, durch den ich sonst immer mit dem Fahrrad fahre? Ich nehme dich gerne auf meinen Bildern mit. Die schlechte Qualität der Bilder ist meinem alten und halb kaputten Smartphone geschuldet. Vorher habe ich mich mit der Art der Woche intensiver beschäftigt. 

In der Kita habe ich heute mit einigen Kindern einen Steinmarder nach Anleitung gezeichnet und wir haben schon etwas Wissen zusammengetragen. "Marder knabbern Kabel im Auto an." Okay. Das war vielleicht keine gute Erfahrung. Steinmarder gesehen hatte allerdings keines der Kinder. 

Die große Klette ist hier häufig zu finden. Als Kinder hatten wir uns immer mit den Kletten beworfen. Mein erster Hund hatte Kletten oft im Fell und manchmal half nur noch die Schere. Aber was macht eine Klette sonst so aus? 

Praktisch, wenn die Mäuse die Brombeeren gleich über ihren Aus- und Eingängen zu hängen haben. Keine drei Minuten flog ein Mäusebussard mit einer Maus in den Fängen vorbei. Was können Brombeeren eigentlich noch außer gut schmecken, zerkratzen und fiese Stolperfallen sein?

Blutweiderich, Platterbse und Wiesen-Pippau.

Der Silbersee ist leider ausgetrocknet. Hier sind normalerweise Reiher, Schwäne, Blesshühner, Stockenten und Graugänse zu sehen. 

Verschlungene Wege, große Wiesenflächen. Äpfel und Disteln am Wegesrand.

Der Erholungspark Lößnig-Dölitz ist weitläufig und sehr vielseitig. Es gibt viele Linden, Ahornweg und Weiden. Zwischendrin stehen dann auch Kastanien, Birken und so manches Exotische Bäume, wie der Trompetenbaum.

Im großen Teich ist noch reichlich Wasser. Dort sind auch momentan die Wasservögel zu sehen. Seit einiger Zeit sehe ich immer eine einzelne Streifengans. Duch das regelmäßige Mähen der Wiesen sind momentan viel Schafgarbe und Breit Wegerich zu sehen.

An einigen Stellen wurden die Brennesseln stehen gelassen. Gut so. Einige Pflanzen sind knapp zweieinhalb Meter hoch.

Mittwoch: Das Training ruft. Immerhin habe ich ein paar Seiten in meinem Naturtagebuch geschrieben. 

Donnerstag: Heute ging's nicht raus, sondern ins Kino. "Der Salzpfad" erzählte vom Verlieren in der Zivilisation und vom Finden in der Natur. Südenglands Küste malte die wunderschöne Landschaft als Kulisse. Das Draußensein fühle ich so sehr. 

Wir haben uns diesen wunderbaren Film angeschaut. Meine Partnerin hatte bereits das Buch gelesen und wir hatten öfter darüber gesprochen.

Freitag: Ich hatte heute heute Morgen schon die Hängematte in meinen Rucksack gepackt und die Freue war groß, als ich auch endlich Arbeitsschluss hatte. Der Weg von Arbeit zu Lauer ist schön, um mich gut auf die Draußenzeit einzustimmen. Er führte mich vorbei an Feldern und Gärten. Den letzten Kilometer bin ich dann ganz gemütlich gelaufen. Ich war schon nach kurzer Zeit von den unterschiedlichen Libellearten fasziniert und war sehr erstaunt wie viele Libellen überm Wasser aktiv waren. 

Bester Blick. 



Samstag: Lust auf Wandern. Für uns ging es heute mit dem Zug von Leipzig über Gera nach Greiz. Von dort aus folgten wir zu großen Teilen dem Elsterperlenweg in Richtung Neumühle. Die Tour war wirklich schön , auch wenn es hier die üblichen Spuren von  Forst und Jagd gibt. By the way... Die Bilder hat es wieder einmal wild durcheinander gewirbelt. Aber was solls. Bereit für die Reise? 

Solche schönen Kulturlandschaften gab es auf der Tour einige zu sehen. Bei knapp 30° Celsius waren wir sehr froh den größten Teil des Weges durch den Wald gegangen zu sein. 

Rückegassen für schwere Forstmaschinen, die selbst vor steilen Hängen keinen Halt machen. Auf dem Bild ist es leider nicht zu erkennen. Es war so steil, da hätte Mensch nicht aufrecht runter gehen können. Zudem hab es allerorten Fingerhut zu sehen. Forst und Jagd gehen hier leider, wie so oft, Hand in Hand. Bestimmt mit Argumenten wie "Wir machen den Wald Klimafit".

Das drüsiges Springkraut ist ein Neophyt, eine invasive Art. Gemeiner Bärenklau, Eberesche, Springkraut und roter Holunder gehören zur einheimische Flora. Alle fünf Pflanzen haben gemein, dass Teile von ihnen für uns Menschen essbar sind. (Bitte studiert ausführlich die Nutzungsmöglichkeiten und sammelt nur Pflanzen und Pflanzenteile, die ihr auch zu 100% bestimmen könnt!)

teilem, 
Die kleinen Entdeckungen am Wegesrand.. Auch wenn sie unglaublich lecker sind, in einem intakten Wald würden keine Heidelbeeren vorkommen. Es ist eine... HEIDEpflanze. Wir haben sie uns, wie auch die Himbeeren, trotzdem schmecken lassen.

Wissen wo es lang geht. Die Wege waren hier wirklich gut ausgeschildert.

Der Park in Greiz ist weitläufig und wirklich schön. Die Brücke über die Elster führte uns zu unserem Wanderweg. 

Und noch einmal... Der Park ist sehr schön. 

Die Reußen hatten viel Macht und Einfluss in der Region. Die haben sich das bestimmt hart erarbeitet. Zu letzt fiel ein Mitglied der Familie mit Umsturzplänen, Terrorverdacht und der Nähe zu Reichsbürgern und einer Bundestagsabgeordneten einer laubraunen Partei auf. 

Greiz ist schön, aber es gibt auch viel Leerstand und zerfallende Gebäude.

Entdeckungen auf dem Weg zum oberen Schloss in Greiz. 

Greiz

Eine kleine abseits gelegene Buchen-Parzelle inmitten der Fichten- und Kiefernplantagen spendete ein schattiges und kühles Plätzchen für ein kurzes Waldbad. 


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