Zuerst möchte ich über meine Ausbildung schreiben. Diese Woche war die Art der Woche eine heimische Laubbaumart, die einen wichtigen Platz in der Natur hat, aber vor allem für uns Menschen von großer Bedeutung sind, weil wir diesen Baum vielseitig nutzen. Allerdings ist der Bestand dieser Baumart massiv bedroht und es ist nicht klar, ob es diese Bäume in ein paar Jahrzehnten noch geben wird. Du weißt über welchen Baum ich hier gerade schreibe?Außerdem ging es darum, Bäume an den Knospen und der Rinde zu erkennen. Weiterhin ging es in dieser Woche auch um praktische Dinge, wie zum Beispiel das Schnitzen eines Holzmesser und einer Häkelnadel. Drei Dinge, die auch meine Vergangenheit berühren. In meinen 20er Lebensjahren machte ich eine Ausbildung zum Zimmerer. Holz zu bestimmen und den Einsatzzweck zu kennen war essentiell. Die Art der Woche war ständiger Begleiter an meinen Werkzeugen, vor allem an den Werkzeugstiehlen und -griffen. Ebenso begann ich im Alter von 23 Jahren mit den asiatischen Kampfkünsten. Waffen aus Holz, auch Übungsmesser gehören seit dieser Zeit zu meinem Leben. Bleibt noch das Häkeln. Ich hab tatsächlich als junger Mensch gehäkelt. Primär waren es Mützen und Pullover. Ganz zur Verwunderung meiner Mitmenschen.
Aber zurück ins Jetzt. Meine Woche war geprägt mit einer der Kern-Routinen der Wildnispädagogik. Die Sitzplatzroutine. Ich habe mir einen neuen Sitzplatz gesucht, der mich mehr anspricht und der für mich noch gut erreichbar ist. In den letzten Wochen hatte ich ja immer wieder Bilder von meinem Platz an der Lauer gepostet, an den es mich immer wieder zieht. Alleine der Weg dahin bietet schon viel Abwechslung. Wenn ich Zeit finde, den Heimweg zu laufen, dann habe ich wirklich sehr viel Waldzeit. Sollte ich sogar Zeit finden, um den Hin- und Rückweg zu wandern, dann ist das wirklich grandios. Ich hatte nicht erwartet, dass mich der neue Platz, der eigentlich an einer exponierten Stelle liegt, so anspricht und vereinnahmt. Für den Sommer werde ich aber wohl meine Besuchszeit verlegen müssen, weil dann sicherlich viele Leute am Sitzplatz sein werden. Mal schauen, wie es sich entwickelt.
Von Montag bis Donnerstag hatte ich bereits gute 50 Kilometer zurückgelegt und war dreimal an meinem Sitzplatz. Was ich bis dahin alles erleben durfte, war wirklich schön. Ein Reh, ein Eichhörnchen, Rotkehlchen, Kohlmeisen, Blaumeisen, Spechte, Stockenten, Schwäne, Zwergtaucher, Eichelhäher, Kolkraben, Rabenkrähen, Mäusebussard, Blesshühner. Wenn ich einzelne Individuen mehrfach an den gleichen Orten wiedererkenne, dann steigert sich dieses Gefühl von tiefer Naturverbundenheit in pure Freude.
Am Mittwoch war ich auch wieder an der Elster, dem Heinekanal, dem Clarapark und der Nonne unterwegs. Diesmal für drei Stunden im Dauerregen. Das war eine gute Möglichkeit meine Ausrüstung vor unserer Eifeltour zu checken. Das hatte super funktioniert. Über meine Ausrüstung schreibe ich demnächst einfach mal einen Beitrag.
Am Donnerstag durfte ich am Vormittag Arbeitsbedingt auch noch auf den Fockeberg in der Leipziger Südvorstadt gehen. Eine ehemalige Schutt-Halde, die nach dem zweiten Weltkrieg entstand und seit Jahrzehnten ein beliebtes Ausflugsziel ist. Auch ich habe schon viele meiner Gäste auf den "Berg" inmitten der Stadt gebracht. Am Nachmittag zog es mich an meinen Sitzplatz.
Am Freitag war ich wieder auf meinem Sitzplatz und bin diesmal von Süden kommend, zum Nordstrand der Lauer gelaufen. Der Heimweg führte mich entspannt durch den Auwald.
Am Samstag war ich mit meinem Kind und am Sonntag mit meiner Partnerin im Auwald unterwegs. An beiden Tagen geb es so viele kleine und schöne Dinge zu entdecken. Die gemeinsame Zeit draußen verbringen zu dürfen ist für mich das größte Geschenk.
By the way... In einer Woche über siebzig Kilometer zu gehen schaffe ich eigentlich nur mit zwei längeren Wanderungen am Wochenende oder im Urlaub.
![]() |
| Wanderausrüstung im Dauerregen austesten. Zur Belohnung gab es viel Stadtnatur und lecker Kaffee und Kuchen. |
![]() |
| Blüten am Wegesrand. |
![]() |
| Kirschpflaumenblüten und der Baum des Jahres 2025, mit Knospe, Rinde und Laub. |
![]() |
| Wir haben uns gefragt, ob die Schneeglöckchen ihr Herz ausschütten? Schau mal genauer hin! |






Kommentare
Kommentar veröffentlichen