Montag: Das Angebot für einen neuen Arbeitsvertrag steht und ich bekomme jetzt ein Festgehalt. Damit habe ich das drängenste Problem der letzten Monate gelöst. Das macht Platz für mehr geistige und mentale Kapazitäten.
Am Vormittag machten wir einen Schulausflug zu den Stockenten und Nachmittag durfte ich auf einem wunderschönen Schulhof verbringen. Auf diesem standen viele Linden und Ahornbäume. Es ist echt spannend, wie dörflichen einige Gegenden von Leipzig wirken.
Den frühen Abend verbringe ich für eine knappe Stunde hängend zwischen zwei Spitzahornbäumen und freue mich über den bestandenen NABU Abschlusstest.
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| Wie immer spannend! Die Kurse vom NABU sind gut strukturiert und ich mag es sehr. Die 36 Stunden Kursdauer mit einem Abschlusstest zu versehen finde ich großartig. |
Dienstag & Mittwoch: immerhin kann ich meine Arbeitszeit zum Teil auf dem Schulhof verbringen, stehe unter einer Linde und lehne mich gelegentlich an deren Stamm. So lässt es sich aushalten. Zwischendrin schaffe ich noch einen Dachs in mein Naturtagebuch zu zeichnen.
Freitag: meine dritte Einrichtung in dieser Arbeitswoche. Diesmal ganz am Rand von Leipzig gelegen. Die Kinder zeigen mir ihren großen Garten, der von großen Kastanien und Robinien geprägt ist, aber auch noch Apfelbäume und eine Kirsche zu stehen hat.
Der Garten ist weit verzweigt, wunderschön gestaltet und zwischendrin stehen verschiedene Büsche. Es gibt ein großes Insektenhotel, Brutkästen, ein paar Hochbeete und zwei Kaninchen haben einen großen geschützten Auslauf. Diese leben ganzjährig draußen. Der eine Brutkasten war mit Blaumeisen besetzt. Die Kinder haben mir ihre Ecke mit Giersch gezeigt und auch so scheinen sie in der Einrichtung immer wieder mit Naturpädagogik in Berührung zu kommen. Mein Highlight waren drei Störche, die versuchten in.der Thermik der Vormittagssonne kreisenden in die Höhe zu steigen. Mein Gedanke dabei... Hier gefällt es mir.
Zur Feier des Tages habe ich mir ein Fahrrad gekauft. Der Plan stand schon lange fest, wurde aber durch die prekäre Arbeitssituation ausgebremst. Jetzt habe ich wieder einen fahrbaren Untersatz und mein erster Weg führte mich zum Sitzplatz.
Dort hatte ich ein grandioses Singdrossel Konzert. In der Hängematte liegend, bin ich dann auch kurz weggeratzt. Ich finde es hier am Sitzplatz immer wieder beeindruckend schön.
Samstag und Sonntag: meine Art der Woche und die direkte Beschäftigung mit ihr.. Wenn Buddeln Glückshormone bei Dachsen auslösen kann, so kann ich das von mir nicht sagen. Vielleicht wird mich das Endergebnis überzeugen, aber bis dahin wird es wohl noch ein wenig dauern.
Fazit der Woche: Auch wenn in dieser Woche meine private Draußenzeit sehr kurz kam, so wars die Woche sehr intensiv und hat auch einiges positives gebracht. Das Gartenhausprojekt meiner Partnerin wächst. Ich hab schon seit Ewigkeiten keine Bauarbeiten mehr gemacht und obwohl ich gelernter Zimmermann bin, bin ich an manchen Stellen sehr vorsichtig im Umgang mit meinen (verlorenen) Fähigkeiten geworden. Ich habe einen Arbeitsvertrag mit 30 Arbeitsstunden pro Woche und Arbeitsausfall soll mich nicht mehr tangieren. Außerdem habe ich nach langer Zeit jetzt endlich wieder einen Drahtesel. Ich hab sogar einige Seiten meines Naturtagebuches füllen können und bin mit meinen selbstgemalten Dachsbildern sehr zufrieden.







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