Montag: Die Art der Woche und das "Entdecken und Erleben" fällt mir diesmal ziemlich leicht, was nicht jede Woche so ist. Wenn ich durch den Park in Richtung Arbeit fahre, dann begegnen mir viele Pflanzen und Tiere, die schon Art der Woche waren. Für die wildnispädagogische Routine brauchte ich Papier, Stift, Beobachtungsgabe und die Fähigkeit die Perspektive zu ändern. Klingt spannend? Ist es auch.
Dienstag: Die Art der Woche lässt sich auch an meinem Sitzplatz entdecken. Die zusätzlichen Aufgaben konnte ich hier noch einmal überprüfen. Ein paar kleine Fragen gefälligst? Kannst du eigentlich dein Haus, deine Straße als Draufsicht, quasi als Landkarte skizzieren? Welche Pflanzen und Tiere gibt es in der Wohnumgebung? Wo steht der nächste Baum? Der nächste Busch? Welche Pflanzen wachsen auf dem Fußweg? Wie zieht die Sonne bei dir am Haus vorbei?Wie lange läufst du bis zur nächsten Brücke? Und zu einem Fließgewässer? Zu einem Teich oder See? Wie weit ist der nächste Wald entfernt?
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| Ein gewohntes Ritual. Hängematte an der Lauer aufspannen, durchatmen und staunen. |
Mittwoch: Ein langer Tag und trotzdem war es schön. In der Kita habe ich mich an den Linden und ihren Duft erfreut.
Donnerstag: Wenn in der Nacht eineinhalb Stunden lang der Hubschrauber kreist, dann ist es vorbei mit dem Schlaf und der Ruhe. Dementsprechend gerädert bin ich durch den Tag gestolpert.
Freitag: Den ganzen Tag hatte ich mich darauf gefreut, endlich wieder ins Hexenhäuschen zu fahren. Ausspannen und Naturzeit genießen und bis in die Nacht hinein am Lagerfeuer sitzen.
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| Ankommen, Essen kochen - bei uns ausschließlich in Vegan (Scrambled Tofu, Kartoffeln und Gurkensalat) und am Abend ein Feuer. |
Samstag: Ausschlafen. Soweit das bei dem Vogelkonzert möglich ist. Das Frühstück draußen genießen und in den Tag reinkommen. Am frühen Nachmittag starten wir unsere erste Tour und besuchen eine alte und nicht mehr bewirtschaftete Kirsch-Plantage. Dann ziehen wir weiter zur höchsten Erhebung der Umgebung. Wir entscheiden uns dafür den "Pilzwald" zu besuchen.
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| Abhängen zwischen Eichen und Kiefern. Immerhin ist hier Schatten, der uns vor der Hitze schützt. |
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| Die kleinen Entdeckungen am Wegesrand. |
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| Der Fingerhut sieht wunderschön aus, ist hoch giftig und ein Anzeiger für hohe Wildbestände. |
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| Statt Pilze gab es Heidel- und Walderdbeeren. Wir nehmen das Geschenk gerne an. |
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| Wer hier wohl seine/ ihre Behausung hat? |
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| Wie schön kann man denn bitte sein? Die Schnecke: "Ja". |
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Veganes Essen ist gelebter Waldschutz. Glaubst du nicht? Der überwiegende Teil der landwirtschaftlichen Flächen geht für Tierfutter und Beweidung drauf, also Fleisch Milch, Käse, Eier. Da könnte Wald stehen. Alkoholfreies Hugo mit Holunder und Walderdbeeren. |
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Ein kleines Feuer zur Sommersonnenwende und für den entspannten Abend zu zweit unterm Sternenhimmel
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Sonntag: Das Thermometer zeigt 32 Grad. Wir entscheiden uns fürs Nichtstun. Ich lege mich in die Hängematte und lese Peter Wohlleben "Menschenspuren im Wald". Ich hatte schon vor zwei Jahren einen Onlinekurs mit gleichnamigen Titel in der Waldakademie belegt, bekam aber nochmal neue Impulse durch das Buch.
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| Unter dem Freisitzdach ließ es sich gut aushalten. Gelegentlich strich eine kleine Briese hindurch. |
Fazit: Ich durfte in einer belebten Woche viel Zeit draußen verbringen und durch das Wandering am Wochenende, war es ein wunderbarer Wochenabschluss. Das Buch von Peter hat mich aufgewühlt, aber auch nochmal wachgerüttelt und ich muss immer wieder feststellen, wie sehr die letzten zwei Jahre meiner Naturverbindung auch die Schattenseiten unseres Menschsein in mein Bewusstsein gespült haben. Dennoch gehe ich immer wieder gestärkt in den Alltag, wenn ich sehe, welche Schönheit, welche Anpassungsfähigkeit, Kraft und Wiederstandsfähigkeit Pilze, Pflanzen und Tiere haben. Wir Menschen sollten lernen, uns wieder als ein Teil der Natur zu verstehen.
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