In der letzten Woche wurde ein weiteres Video von Wohllebens Waldakademie über die Reise des Teams in einen der letzten Urwälder Europas veröffentlicht. Zudem gab es m Fienstag einen neuen Podcast "Peter und der Wald" on dem es um "einen Quadratmeter Wald" ging. Ich kann euch beides wärmstens empfehlen.
Montag: Der Winter schleicht sich mit leichtem Nachtfrost langsam an und die immer zeitigeren Sonnenuntergänge lassen erahnen, dass der kürzeste Tag des Jahres nicht mehr lange auf sich warten lässt. Bald ist Weihnachten und viele Leute halten schon Ausschau nach ihrer Weihnachtsdeko und vielleicht steht schon die Frage nach dem Weihnachtsbaum im Raum.
Weihnachtsbäume werden überwiegend in Monokultur angebaut und dabei kommen oft Pestizide, Fungizide, sowie Insektizide zum Einsatz. Damit sich weder andere Menschen und Tiere an den Bäumen bereichern können, werden die Plantagen in den meisten Fällen umzäunt.
Ich probiere es mal mit Zahlen.
23 bis 25 Millionen Bäume werden jedes Jahr in Deutschland verkauft. 10 Prozent (2,3 bis 2,5 Millionen) davon werden importiert.
Nochmal… 23.000.000 bis 25.000.000 Bäume werden jährlich alleine in Deutschland als Weihnachtsbäume abgesägt und verkauft.
Der Flächenverbrauch liegt bei 19.100 Hektar (Statistisches Bundesamt 2024). Das entspricht der Größe von 26.750,7 Fussballfeldern. Jetzt mag das auf die gesamte Fläche Deutschlands bezogen nicht wirklich viel sein. Aber vielleicht verdeutlichen andere Vergleiche den Irrsinn mit einem Wegwerfartikel. In meiner Heimatstadt Leipzig zum Beispiel wären ca. zwei Drittel des Stadtgebietes (29.780 Hektar) nötig, um den Flächenbedarf für Weihnachtsbäume in Deutschland zu decken.
Ein Weihnachtsbaum braucht ca. 8 bis 12 Jahre, bis dieser abgesägt wird und in den Verkauf geht. Ich möchte betonen, dass die älteste Fichte in Europa knappe 10.000 Jahre alt ist.
In den meisten Wohnzimmern steht ein Weihnachtsbaum für maximal 4 Wochen und wird dann weggeschmissen, im besten Fall noch zu Mulch geschreddert oder wie in den meisten Fällen in Städten zentral gesammelt und in Heizkraftwerken verbrannt.
Im nächsten Jahr beginnt dieser Kreislauf von vorn.
Für mich heißt es übersetzt, dass ein Baum bei der Geburt meines Kindes gepflanzt wird, um diesen dann zu fällen, wenn mein Kind in der zweiten Klasse ist oder spätestens dann, wenn es die sechste Schulklasse besucht. Ich finde diesen Gedanken crazy. Ernsthaft. Denn mein Kind geht gerade in die sechste Klasse.
Nein, ich möchte niemanden von einer Tradition abhalten, aber vielleicht gibt es ja auch für dich Alternativen. Zumindest möchte ich dazu anregen, über Alternativen nachzudenken. Diese lassen sich zahlreich im Internet finden.
Für mich selbst steht fest, einen klassischen Weihnachtsbaum wird es bei mir nicht geben.
Wie handhabt ihr das denn eigentlich? Weihnachtsbaum ja/nein? Wenn nein, welche Alternativen nutzt ihr?
Dienstag: Basteln mit Ginkgoblättern in der Kita.
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| Für die einen sind es Engel oder Feen. Für andere sind es Schmetterlinge. |
Ginkgo Bäume sieht man in Siedlungen oft und wenn sich das Laub im späten Herbst in ein knalliges Gelb verfärben, finde ich sie besonders schön. Manche haben ihren Ginkgo allerings verflucht, wenn sie die wirklich übel riechende Früchte tragen. Für unser Ökosystem sind diese Bäume darüber hinaus nutzlos. Es wäre wohl besser gewesen einen heimischen Baum wie die Linde, zwar klebrig, aber wohl riechend, in den Garten oder Park zu pflanzen. Buche, Ahorn oder Kirsche bieten ebenfalls ein wunderbares Herbstlaub und sind im hiesigen Ökosystem verankert. Aber wenn es schon Ginkgos gibt, mag ich sie für's Basteln nutzen.
Mittwoch: Feiertag in Sachsen. Eigentlich Zeit für's Rausgehen. Ich hänge zu Hause fest und gönne mir Zeit für Meditation und Kettlebelltraining. Am Abend sind wir dann noch durch den Wald gegangen. Ich mag die Atmosphäre im dunklen Wald sehr.
Donnerstag: Das Wetter war nicht sonderlich schön. Wobei für unseren heimischen Bäume gerade die Herbst- und Winter- Niederschläge von besonderer Bedeutung sind. Im Kindergarten sorgte das Wetter für Unmut, vor allem, wenn Mensch nicht rausgehen kann.
Freitag: Alltag: Aufstehen. Arbeit. Wohnung sauber machen. Einkaufen. Mit meinem Kind Essen gehen. Den Temperaturen angepasst - eine vietnamesische Suppe mit Nudeln und Tofu.
Samstag: Die Sonne scheint und wir fahren in die Stadt. Wie sehr wäre ich jetzt draußen im Wald unterwegs. Aber es gibt Dinge, die wichtiger sind. Wir probieren Trekking Rucksäcke für mein Kind. Das klingt nach Rucksacktouren und Abenteuer. Am Abend habe ich noch den Vorrat für Meisenknödel aufgefüllt. Diese mache ich am liebsten selber. Kokosfett, Sonnenblumenkerne, Haferflocken. Ich habe mittlerweile 12 Edelstahl-Formen und mit denen lässt es sich prima arbeiten. Der Aufwand hält sich in Grenzen.
Sonntag: Winter im Garten. Die Nachttemperatur war sehr frostig. Auch am Tag tat sich die Sonne schwer, die Wärme zu bringen. Es fühlt sich richtig nach Winter an. Allerdings ist der Schnee ausgeblieben. Wir feiern das Leben mit heißem Saft und alkoholfreiem Punsch. Und wir wärmen uns am Lagerfeuer auf. Das Holz hat sich über die Zeit angesammelt und leistet heute gute Dienste.
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| Die Wilde Karde im Frostgewand und ein kleines Feuer in gemütlicher Runde. |
Fazit der Woche: Einige Wochen vor Weihnachten rast die Zeit besonders. Familie, Arbeit, Haushalt, Training und noch Besorgungen machen. Da reicht mit der wenigen Tageslichtzeit kaum für Draußenzeit mit Naturverbindung. Eigentlich ist die Zeit der kurzen Tage auch eine Zeit, in der ich das Bedürfnis habe etwas runterfahren zu wollen. Was ich besonders genieße sind deswegen meine täglichen Atemsessions und die kleinen Meditationseinheiten.
Was mir in dieser swoche gut tat, war zudem der Austausch mit meinen Windies und den Waldbotschafter:innen.
Wir lesen uns...


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