Einleitung: Diesen Text hatte ich vor knapp einem halben Jahr geschrieben, aber nicht veröffentlicht. Jetzt mag ich den Text einfach raushauen und habe diesen auch nicht nochmal bearbeitet. Spannend fand ich die Frage mit der Weiterbildung zum Waldbotschafter. Ich hatte da zwar schon so eine Idee, aber die Finanzierung hatte sich erst zwei Monate später geklärt. Aber lest selbst...
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| Im Wechsel zwischen dem, was nahe liegt, und dem, was weiter entfernt ist, finde ich vielleicht eine Antwort. Bis dahin kann ich ruhig atmend die Aussicht genießen. |
Die Wildniswind Weiterbildung neigt sich dem Ende entgegen. Was ich mit dem Wissen aus meiner Weiterbildung und den ganzen anderen Kursen machen möchte, dass weiß ich noch nicht genau. Aber ich habe Ideen und ich mag hier gerne ein paar Fragen reflektieren. Das könnte vielleicht auch etwas tiefer werden, als ich anfangs dachte. Also haue ich jetzt mal in die Tasten.
Wenn ich so darüber nachdenke, dann mag ich das Leben in der Stadt nur noch bedingt. Ich bin der Lautstärke überdrüssig, mag den Gestank nicht und all die Verheißungen für ein "unabhängiges" Leben. Von dem Geld welches ich verdiene, gebe ich das was übrig bleibt aus, um aus der Stadt zu flüchten oder stecke es in Naturbildung und Equipment, welches mir den Aufenthalt in der Natur noch angenehmer macht.
Stelle ich mir ein Leben außerhalb der Stadt vor, dann brauche ich nicht viel. Ein kleines Häuschen, Zugang zu Wasser und (Solar)Strom, einen Garten zur Selbstversorgung mit Obst, Gemüse und Pilzen. Ein kleines Stückchen Wald wäre fantastisch. Zumindest sollte genügend Wald in der Nähe sein. Ich denke, meine Wünsche sind sehr bescheiden. Oder?
Aber woher nehmen? Das frage ich mich ständig. Was gibt es also für Optionen? Zurechtzukommen im Hier und Jetzt? Hinnehmen, dass manche Wünsche so nicht umsetzbar sind? Aber Träumen darf Mensch ja trotzdem vom kleinen Glück.
Aber bleibe ich mal bei meinen realistischen Möglichkeiten für meine Zukunft als Naturmentor. Was kann ich gut und was nicht? Und kann Mensch zumindest teilweise davon leben, andere Menschen durch die Natur zu führen?
Onlinekurse, Bücher und Videos sind das Eine. All dieses Wissen praktisch in mein Leben zu lassen ist das Andere. Das Alles an andere Menschen vermitteln ist noch mal eine ganz andere Herausforderung. Eine nebenberufliche oder sogar hauptberufliche Perspektive schaffen ist die große Kunst.
Also fange ich jetzt erstmal an zu sortieren.
Was sind meine Erfahrungswerte und was ich kann gut?
- Ich denke ich kann Menschen mitnehmen und begeistern. Dabei greife ich aus einen umfangreichen Erfahrungsschatz zurück. Knappe 30 Jahre als Kinder- und Jugendtrainer, als Trainer für Erwachsene, ehemaliger Headcoach und Vereinsvorstand. Aus der Begleitung und Betreuung von Sportler:innen in Wettkämpfen. Weit über 10 Jahre als Athletiktrainer. Über 15 Jahre als Gewaltpräventionstrainer für Kinder, Jugendliche, sowie Erwachsene verschiedener Berufsgruppen. Seit über 10 Jahren auch als Antiaggressionstrainer mit straffälligen Jugendlichen.
- Ich arbeite seit annähernd drei Jahren als Integrations- und Inklusionsassistent in Kindergärten, Förderschulen und Grundschulen mit Kindern.
- In meiner Arbeit und meinem Training fließen immer wieder Dinge aus dem Naturmentoring ein und ich konnte dementsprechend schon vieles ausprobieren.
- Ich bin sehr geduldig.
- Ich kann Strukturen aufbauen.
- Durch meine verschiedenen Tätigkeiten im Laufe meines Arbeitslebens habe ich einen guten Zugang zu Kontakten und viele Leute schätzen meine Arbeit.
- Die notwendige Hintergrundarbeit leisten. Steuern und Abrechnung ist echt nicht meins. Daran bin ich schon einmal daran gescheitert. Die Dinge rund ums Finanzamt lassen sich aber glücklicher Weise abgeben.
- Lob und Komplimente annehmen. Ich freue mich zwar sehr über positives Feedback, brauche aber immer eine gewisse Zeit um es zu verarbeiten. Ich muss bei meiner Selbstkritik aufpassen, dass keine Selbstzweifel entstehen.
- Wanderungen mit Waldbaden und wildnispädagogischen Methoden zur Wahrnehmung. Ich bin angehender Naturmentor, sowie Trainer für "Meditation und Achtsamkeit", sowie Trainer für "Breathwork".
- "Waldgespräche" - Wanderungen und vertiefende Gespräche zu Lebensthemen. Da ich jahrelang Menschen gecoacht habe, wenn auch im sportlichen Bereich, so habe ich viel Lebenserfahrung zu bieten. Ich habe viele Lebenskrisen gemeistert, kenne die Höhen und die Tiefen des Lebens auch aus Perspektiven, zu denen viele Menschen nur einen begrenzten Zugang haben.
- Wanderungen rund ums Thema Wald und Mensch. Wenn ich genauer darüber nachdenke, dann ist mir die Wechselwirkung von Mensch und Natur wichtig. Ich kann aufzeigen, was alles vom Menschen beeinflusst ist und wie das Gesehene einzuordnen ist. Waldschutz und Naturschutz sind Herzensthemen von mir. Wohllebens Waldakademie lässt grüßen. Vielleicht werde ich ja noch ganz offiziell "Wald-Botschafter" und "Waldführer".
- Selbstschutztraining mit und ohne Hilfsmittel. Training in der Natur mach viel Spaß.
- Wanderungen mit Übernachtungen in der Natur.
- Ich möchte verschiedene wildnis- und natupädagogische Angebote erstellen und ausprobieren.
- Ich möchte das Naturhandwerk vertiefen. Immerhin habe ich mal eine Ausbildung zum Zimmermann gemacht. Damit lässt sich bestimmt was aufbauen. Schnitzen, Schnüre machen, Flechten. Ich mag praktische Dinge.
- Ich möchte mein Wissen um Essbares aus der Natur vertiefen.

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