Direkt zum Hauptbereich

Vögel schnitzen. Ein bescheidener Anfang.

Montag: Durchatmen und entspannen. Wir schreiben KW 13/2026. Wenn ich eine Vertretung habe und der Weg von der Arbeit direkt an meinem Sitzplatz vorbei führt, dann pacle ich doch liebend gerne die Hängematte ein. 

Die Kita, welche ich heute besucht habe, die hatte keinen schönen Garten. Noch nicht. Wenn die Bäume in 20 bis 30 Jahren deutlich größer als jetzt sind, dann sollte sich das ändern. Um die Einrichtung herum stehen die gut 50 Jahre alten Platzenbauten aus DDR Zeiten. Dementsprechend lässt sich das Alter der Bäume im angrenzenden Park gut abschätzen. Es gab Rabenkrähen zu beobachten und zahlreiche kleinere Vögel. Im Garten selbst flogen einige Hummeln une eine Mauerbiene konnte ich eine Weile lang beobachten.

Nach der Arbeit zog es mich direkt an meinen Sitplatz. Die Lauer war wieder von vielen Lachmöwen vereinnahmt. 

Langsam wird es wieder grüner. 

Einfach nichts tun.

Ich mag dieses Licht im Auwald Der Pfad ist kein rwgulärer Weg, der sich aber über viele Jahre etabliert hat. Hier ist kein Naturschutzgebiet und die liegengelassenen Bäume auf den Wegen haben die Menschen hier nicht davon abgehalten kleine Umwerge zu schaffen. Hier gibt es keine Fahrrad fahrenden Menschen. Auf diesem Weg begegnen sich die Leute mit einem freundlichen Blick und oft mit einem freundlichen "Hallo".

Auf dem Nachhauseweg konnte ich im Auwald einen Buntspecht und einen Schwarzspecht beobachten. Solche kleinen Begegnungen machen mich glücklich. 

Dienstag: Gegenüber unseres Gruppenzimmrrs hat sich eine Kohlmeise daran gemacht eine Asthöhle in einer Robinie zu besetzen.  Wir hoffen sehr darauf, dass wir neue Nachbarn im Garten der Kita bekommen.

Passend zur Jahreszeit. Wenn schön Schablonen anfertigen. Kennt irgendwer eine gute Quelle für Lindenholz zum Schnitzen?

Mittwoch: Wir waren aufgrund des Wetters in der Kita nicht draußen.  Zeit fürs mein Naturtagebuch. Buntstifte ausgepackt und die Bilder ausmalen. 

Donnerstag: Die Sonne scheint während ich zur Arbeit fahre. Ich hoffe doch, dass wir heute rausgehen. 

Meine Smartphone Kamera reichte leider nicht für die Baumhöhle, in der die Kohlmeisen eingezogen sind.

Nature Journaling 

Freitag: meine Draußenzeit war nur auf die Kita begrenzt.  Aber so ist das eben mit dem Leben. Der Haushalt wollte gemacht werden und dann wars auch schon dunkel. Dafür hatte ich eine gute Zeit mit meinem Kind. Einen Blogartikel habe ich dann noch zur späten Stunde erstellt. 

Samstag: Heute hat's immerhin für eine 10.000 Schritte Runde vor der Haustür gereicht. Wir sind durch den Park in Leipzig Lößnig-Dölitz, das Waldaboretum und den Südfriedhof gegangen. Bilder habe ich bis auf eines keine gemacht. Dabei gab es viel zu sehen. Am Abend haben wir unseren Salat mit Sauerampfer verwildert und ich habe einen neuen Brotaufstrich probiert. Rezept? 

Ein kleines Glas weiße Bohnen abtropfen und die Bohnen gründlich abspüle. Ein kleines Glas getrocknete Tomaten in Öl mit den Bohmen pürieren. Eventuell etwas Öl hinzufügen, Pfeffer, Salz und ein Spritzer Zitronensaft. Knoblauch wäre noch eine Option, muss aber nicht zwingend.  Guten Appetit!

Filigrane Gebilde einer Lärche. 

Sonntag: Ausgiebiges Wandering im Auwald Streifgebiet. Wir sind zu zweit durchs Grüne gezogen und haben uns von der Natur inspieren lassen. Die kleinen und großen Singvögel, die Tauben und die Spechte lassen die Geräuschkulisse im Wald von Tag zu Tag größer werden.  Wir haben die Fülle der Frühblüher bestaunt und uns an den kleinen Wundern erfreut. Für unser Abendessen haben wir noch eine Handvoll Bärlauch mitgenommen. Es gab Ofengemüse mit Tofu-Ricotta und Barläuch-Postelein-Pesto.

Unaufhaltsamer und unbändiger Lebenswille.

Im Auwald gibt es beide Farbvarianten der Buschwindröschen. 

Der Hummel scheint der Lerchensporn zu schmecken.


By the way... mit der Zeitumstellung habe ich immer so meine Probleme. Allerdings freue ich mich jetzt sehr über das Tgeslicht bis weit über 19 Uhr hinaus. 

Wir lesen uns.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Draußenzeit satt

Innerlich bin ich schon bei unserer nächsten großen Reise mitten in die Natur. Nachdem wir bereits Anfang letzten Jahres ein Wochenende in einem umgebauten Zirkuswagen verbringen konnten, ist der Wunsch gewachsen es auch mal für zehn Tage zu probieren. Uns erwarten zehn Tage in einer ländlichen Gegend im Westen von Tschechien. Unser Domizil wird ein augebauter Zirkuswagen sein, der in einem kleinen bewaldeten Grundstück abseits eines kleinen Dorfes liegt. Wir haben einen Ofen, einen Gasherd, genügend Wasser im Tank. Strom gibts aus der Powerstation und der Kühlschrank läuft übers Gas. Zwei Powerbanks werden wir zusätzlich dabei haben, da ich mit dem Smartphone navigiere, fotografiere und auch Bücher lese. Um uns herum gibts Wald und Wiese, ein paar Dörfer und die nächste größere Stadt ist 30 Kilometer entfernt. Nach meinem Geschmack ist es perfekt. Jetzt heißt es die Packliste in Gedanken durchzugehen. Auf beengten Raum brauchts bei Regenwetter Bekleidung,  die wirklich schnell tro...

Woche 44

Vorschau: Die Woche beginnt mit einem starken Wetterwechsel. Gestern waren es noch 31°, heute sind es gerade mal 20°. Das ist sehr wechselhaft. Wechseln ist auch eines der Themen der Woche. Ich habe gestern zwei meiner Instagram-Kanäle gelöscht und Facebook folgt auch noch. Dieser Block hier bleibt, weil der ist mir eine Herzensangelegenheit, denn auch Google hat es ebenfalls nicht mehr verdient, meine Daten zu bekommen. Wirklich nicht. Aber eines möchte ich betonen: ohne diese Hilfsmittel wäre ich nicht auf den Trichter gekommen, Naturmentor werden zu wollen. Mit Dankbarkeit für die vielen virtuellen Begegnungen wird es Zeit, diese alte Haut abzustreifen und andere Wege zu gehen. Und damit bin ich schon mittendrin.  Montag: Das Buch "Birding - entdecke die Wunderwelt der Vögel" kommt auch in der Kita gut an. Genauso wie das "Pilzbuch für Kids". Nach der Arbeit war an rausgehen nicht zu denken. Der Regen war einfach zu stark, um es draußen gemütlich finden zu können...

Woche 43

Vorschau: Start in die Woche mit einer neuen Art. Diesmal wieder eine Pflanze. Allerdings eine, die ich sehr mag. Als Wildkräuter ist sie wirklich ganz oft zu sehen und oft auch mitten auf dem Weg oder am Wegesrand. In der Suppe gibt sie ein Champignon ähnlichen Geschmack. Als Heilkraut gibt sie schnelle Abhilfe bei juckenden Mückenstichen und hilft auch vorzüglich bei Atemwegserkrankungen. Du kommst drauf? Mir wurde die Pflanze erst vor zwei Jahren wieder ins Gedächtnis gespült, als ich zwei Kurs der Waldakademie zum Thema Wildkräuter absolvierte. Erst vor kurzem hatte ich noch einen intensiveren Kurs ausschließlich zu dieser Pflanze und deren Verwandte belegt.  Ein weiteres Thema ist das Schnitzen. Handwerkliche Dinge mag ich sehr. Falls du ebenfals Lust aufs Schnitzen hast, dann hilft dir vielleicht die  Schnitzfiebel  von Wildniswind weiter. Ich mache hier gerne unbezahlte Werbung für Dinge, die mir gefallen und ich habe mir zwei neue Bücher bestellt. Das mache ich j...