Dienstag: Diese Woche ist anders. Neben meiner Arbeit als Integrationsassistent in der Kita, leite ich in dieser Woche ein viertägiges Antiaggressionstraining mit straffälligen Jugendlichen. Diese Arbeit leiste ich schon seit gut 15 Jahren und werde nicht müde das noch eine Weile lang zu tun. In einer derart vollgepacken Woche bleibt leider keine Zeit für meine Weiterbildung, geschweige denn für Draußenzeit. Vielleicht schaffe ich es ja am Freitag während unser Zugfahrt in die Eifel meine Art der Woche zu ergründen. Dafür gibt's die geballte Ladung Waldwissen am Samstag in Wohllebens Waldakademie. Für mich wird damit ein großer Wunsch war. Immerhin sind es Peter Wohlleben und die Online Kurse der Waldakademie gewesen, die meinen Einstieg in die intensive Naturverbindung vor zwei Jahren begleitet haben und es bis heute tun. Denn während ich gerade diese Zeilen schreibe, höre ich die neuste Podcast Folge von "Peter und der Wald". Am Sonntag werden wir dann unser Urlaubsdomizil beziehen und sieben Tage dort verbringen. Ein kleines Häuschen mitten in der Natur. Genau der richtige Ort, um viel Draußenzeit in der Natur erleben zu dürfen.
Falls du Peter Wohlleben nicht kennen solltest, kannst du im folgenden Link gerne nachlesen.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Peter_Wohlleben
Einen kostenfreien Kurs der Waldakademie möchte ich euch gerne ans Herz legen.
https://wald-lernen.de/courses/engagiere-dich-fuer-wald-und-natur/
Freitag: Auf dem Weg in die Eifel. Wer den Wald liebt und schützen möchte, sollte lieber mit den öffentlichen Verkehrsmitteln reisen. Das dies kein leichtes Unterfangen wird, merkten wir schon während der Planung. Umso kleiner ein Ort und umso weiter entfernt dieser liegt, desto schwieriger ist es dort hinzukommen. Challenge accepted.
Samstag: Den Tag startete ich mit positiver Angespanntheit. So viele Eindrücke, die auf mich warten werden. Den Anfang machte unser Frühstück im "Blattwerk". Du wirst es zu schätzen wissen, wenn du vegan lebst, dass du mitten im Nirgendwo nicht fragen musst, ob etwas vegan ist, sondern alles einfach vegan ist. Das Ambiente, der Service, der Kaffee und das Essen waren auf dem Punkt.
Pünktlich 10 Uhr startete der Vortrag von Peter. Die hellen und großzügigen Räumlichkeiten des Seminarhauses trugen zur guten Laune bei. Peter referierte zu den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen über das Ökosystem Wald und die Bäume als Lebewesen, stellte die Arbeit und Projekte der Waldakademie vor. In der kleinen Pause ließ ich es mir nicht nehmen und holte mir eine Widmung in meinem Naturtagebuch ab und machte ein Foto mit Peter. Zudem hatte ich ein kurzes Gespräch mit Patrick, einem der Mitarbeiter der Waldakademie, dessen Kurs ich online belegte und wir hatten einen kurzen Austausch über diesen Kurs.
In der Mittagspause konnten wir im Sonnenschein die servierte vegane Gulaschsuppe genießen und uns angeregt über den Vortrag unterhalten. Im Waldcafé haben wir uns noch ein lecker Heißgetränk gegönnt und ein Buch gekauft. Ich hab mir persönlich eine neue Trinkflasche gegönnt.
Am frühen Nachmittag folgte eine Führung von Cellina, ebenfalls eine Mitarbeiterin der Waldakademie, in eine der Flächen des "Urwald Projekt". Sie erklärte kurzweilig und spannend, anschaulich und informativ verschiedene Waldphänomene. Natürlich hatte ich mir die Chance nicht entgehen lassen und nach der Führung ein intensives Gespräch über Natur und Waldpädagogik mit Cellina zu suchen. Ich bekam ausführliche Antworten auf meine Fragen und war mehr als happy damit.
Wenn Mensch schon vor Ort ist, haben wir aus dem Vollen geschöpft und uns Kuchen geholt und sind späten Nachmittag noch mal zu zweit losgezogen, um uns noch mehr anzuschauen.
In Schalkenbach angekommen laufen wir bergauf zu unserem Häuschen. Unter uns breitet sich ein langgezogenes Tal aus und gibt den Blick in die Ferne frei. Wie schon ist das denn bitte. Wir laufen über Wiesen und staunen über die vielen Gänseblümchen, Löwenzahn, Schaumkraut und blühenden Spitzwegerich. Ein Traum. Ich habe Lust auf Kräuter sammeln.
Unser Häuschen liegt in einem ehemaligen Eichen- und Kiefernforst. Die anderen Häuser sind zwar in Sichtweite, aber unser Grundstück mutet riesig an. Den ganzen Tag über ist hier Vogelgesang zu hören, was wir bis zum Sonnenuntergang genießen.
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| Blick über die Gegend. Die Bushaltestelle war eineinhalb Kilometer und einige Höhenmeter von unserer Unterkunft entfernt. |
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| Einchecken und Ankommen. |










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