Montag: Die letzte Woche hatte es in sich. Der Bau des Gartenhauses ist noch nicht ganz abgeschlossen und ich bin trotzdem schon ein wenig Stolz drauf, was in diesem Garten durch meine Mithilfe entstanden ist. Auch wenn es nicht mein Garten ist, habe ich bereits die Beeteinfassungen gebaut und jetzt eben das Gartenhaus. Am Montag haben wir das Dach gesetzt und mit einer Plane versehen. Später sollen da noch eine Gaube, Dachpappe und Bitumenschindeln drauf. Natürlich habe ich mich, trotz der wenigen Zeit, noch intensiv mit den Inhalten der neuen Wildniswind Woche beschäftigt.
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| So als Neandertaler mache ich doch eine starke Figur. Die 3 x 4 Meter vom Haus wirken echt klein auf dem Bild. |
Dienstag: Bereits am Morgen war mir klar, dass ich etwas Ruhe benötige. Ich fahre mit dem Rad in die Kita und freue mich schon auf den Feierabend. Für den Nachmittag und Abend war Regen angesagt. Bei Regen sind nicht so viele Leute draußen unterwegs. Gut so! Meine Hängematte und die Regenplane sind schnell an meinem Sitzplatz aufgebaut. Das sanfte Spiel der Regentropfen und die Rufe des Kuckuck lassen mich tief und fest einschlafen. Genau das, was ich gesucht habe. Den Abend verbrachte ich mit einem intensiveren Studium von Wildkräutern und essbarem aus der Natur. Dieses Thema fasziniert mich schon länger und ich steige tiefer ein.
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| Sanft schaukelnd und vor Regen geschützt, bin ich am Nachmittag tief und fest in der Hängematte eingeschlafen. |
Mittwoch: Wer von euch diesen Blog regelmäßig ließt weiß, dass ich mittwochs immer meine Brazilian Jiu Jitsu Kids und Teens trainiere. Heute sind es dann zusätzlich auch noch die Erwachsenen. Acht Kilometer mit dem Rad zu Arbeit, dann 14 zum Kidstraining, dann. Danach 8 Kilometer zum Erwachsenentraining und 6 Kilometer nach Hause. An Bewegung mangelt es mir wahrlich nicht. Ich hoffe zwischendrin immer wieder auf eine kleine Naturentdeckung und auf gute Naturimpulse in der Kita.
Donnerstag: Platt vom gestrigen Tag starte ich in den meinem Tag hinein. In der Kita basteln wir ein Segelboot und haben den dritten Tag in Folge unseren Spaß damit. Ich bin schon dabei eine Liste zu schreiben, welche Projekte wir noch angehen könnten. Den späten Nachmittag verbringe ich mit lernen von Wildkräutern.
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| Mein tägliches Graugänse Spalier. Das sind so wunderschöne Tiere. |
Freitag: Das Bootsbau Projekt ging heute in die letzte Runde. Wir haben vier Tage lang, soweit es die Zeit und die Konzentration zuließen, am Boot gebaut. Am Ende war ein kleiner Mensch mächtig stolz darauf. Gut so!
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| Wenn die Vorraussetzungen stimmen - Werkstatt, Werkzeuge, Material und Zeit - dann lassen sich wirklich schöne Projekte umsetzen. |
Samstag: Zeit fürs Journaling und die Auseinandersetzung mit der Art der Woche und den Methoden rund die Gestaltung von pädagogischen Angeboten.
Sonntag: die "Ökofete" in Leipzig ruft. Ein fester Termin im Leipziger Veranstaltungskalender. Dort war ich im Austausch mit Menschen einer Wildnisschule aus Leipzig, einem Kursleiter für Natural Journaling und einem Verein für Veganer Lebensweise. Ich merke, wie gut mir die Gespräche mit anderen Menschen tut. Vorher ging es noch zum angrenzenden Trödelmarkt am Scheibenholz, der alten Galopprennbahn mitten in Leipzig. Auf dem Trödelmarkt habe ich mir zwei alte Porzellan-Teekannen für 10€ geleistet, da meine Glaskanne letztens das Zeitliche gesegnet hatte. Kunstvolle gefertigte und gebrauchte Kannen sind mir mittlerweile viel lieber als die Glaskannen mit Plastikgriff und Plastikdeckel. Nachhaltiger und preiswerter ist es ebenfalls.
Fazit der Woche: ich hab einiges geschafft und habe trotz der vollgepackten Woche auch Zeit für meine Weiterbildung gefunden. Den Struggle der letzten Wochen trage ich trotzdem in mir. Etwas mehr Ruhe würde mir gut tun und Zeit für Wanderings wäre toll. Gerade die Wanderings fehlen mir sehr und die lassen sich auch durch nichts ersetzen. Für die nächste Woche habe ich mir vorgenommen Lindenblüten zu sammeln, sowie auf Kräuter und Pilztour zu gehen. Zudem steht ein wichtiger Teil des Jahreszyklus an. Wir näher uns der kürzesten Nacht des Jahres und dann werden die Nächte Stück für Stück wieder länger. Zudem beginnt das letzte Viertel der regulären Weiterbildungszeit.





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