Vorwort: Los geht's! Woche 50 bei Wildniswind und Woche 1 an der Waldakademie. Doppelbelastung? Keine Spur. Familie, Sport, zwei Weiterbildungen? Das passt schon!
Montag: Mein Montag startet immer mit einer Mail von Wildniswind. Dort werden die ersten Impulse zur Art der Woche gesetzt und Dinge für den Rucksack vorgestellt. Rucksack? Das sind Dinge, wie zum Beispiel natur- und wildnispädagogische Anregungen, Didaktik, Gruppenleitung, Erstellung von Angeboten, aber auch rechtliche Aspekte.
Zudem wurden heute die Module der Weiterbildung zum Waldbotschafter freigeschaltet. Die Themen im Modul 1 sind zum Bespiel:Also Dinge, die schon in der ein oder anderen Weise bei Wildniswind Inhalt der Weiterbildung waren. Mal schauen, welche neuen Erkenntnisse ich erlangen werde.
Mein erster Eindruck vom Kurs bestätigte meine Vermutungen. Der Kurs ist mit viel Liebe aufgebaut und die Videolektionen sind zum Teil sehr umfangreich. Die Module zum Artenwissen Bäume und Sträucher, sowie Wildkräuter hatte ich bereits schon einmal durchgearbeitet, was mir beim Wissenstest zu Gute kam. Wissenstest? Ja! Ich habe die Videos von Modul 1 durchgeschaut und die Skripte durchgelesen und mich neugierig an den Test gemacht und die geforderten +80% auf Anhieb erfüllt. Ich wollte wissen, was mich erwartet. Immerhin bin ich mit einem großen Wissensvorsprung in den Test gestartet.
Wichtig zu wissen ist aber, dass ich die vielen praktischen Übungen in diesem Monat noch machen möchte. Das heißt für mich rausgehen und den Fokus schärfen.
Dann gab's heute ja auch noch die liebevolle Mail von Wildniswind zur Art der Woche. Diese stand heute lustigerweise als Kuscheltier auf dem Schrank auf Arbeit, an dem ich meine Sachen hänge.
Heute war ich zudem auch noch im Baumarkt. Holzfeilen, eine kleine Japansäge und ein kleines Klüpfel habe ich mir geleistet. Die ersten Projektideen in der Kita habe ich schon geplant und warte nur noch auf die Umsetzung.
Dienstag: Heute steht 18 Uhr die erste Online Veranstaltung an. Da freue ich mich besonders drauf. Celina, unsere Kursleiterin durfte ich ja schon in der Waldakademie während einer Waldführung kennen lernen. Ich bin auch auf den Austausch mit meinen Kommiliton:innen gespannt und wir dieser organisiert ist.
Wenn ich so richtig darüber nachdenke, dann hätte ich mir diesen Austausch auch bei Wildniswind gewünscht. Dort gab es aber zumindest eine Möglichkeit für den Austausch über eine Facebook Gruppe, wo auch unsere Mentorinnen Miriam und Paula uns intensiv begleiteten, wofür ich sehr dankbar bin. Aber Face to Face ist doch nochmal etwas anderes. Zudem habe ich, seitdem ich mich von META (WhatsApp, Instagram und Facebook) abgewandt habe, keine Möglichkeit für den Austausch am virtuellen "Lagerfeuer" mehr. Das ist mit dem integrierten Forum auf der Lernplattform ser Waldakademie deutlich besser gelöst.
Ich fühle mich nach dem Videocall in der Waldbotschafter Weiterbildung richtig und bin hoch motiviert. Durch das viele Lernen blieb zwar die Draußenzeit auf der Strecke, aber davon hatte ich ja am Wochenende reichlich und es kommen ja auch noch andere Tage.
Mittwoch: Lernen im Bus? Mein Weg zur Arbeit bestreite ich mit Bus und Bahn oder dem Rad. Mittwochs nehme ich wegen dem Training immer die Öffis. Das heißt 90 Minuten Lernzeit. Smartphone und Kopfhörer machen es möglich.
Donnerstag: Ich bin mitten im Kurs angekommen, habe die Videos durchgeschaut und lese viel. Zudem habe ich die Module 3;5 und 7 abgeschlossen. Ob ich es eilig habe? Nein! Wirklich nicht. Ich zwinge mich auf der Bremse zu stehen. 😅
Wie geschrieben, lese ich viel. Es gibt eine Menge Skripte, die ich durcharbeiten muss. Zudem bleiben ja auch noch die vielen Draußenzeit Aufgaben. Allerdings sind die Themen Waldphänomene, Wald und Gesundheit, Zuversicht für die Mitwelt, die mir sehr vertraut sind und wo ich auch meine bisherigen Erfahrungen einbringen kann.
Freitag: Waldbotschafter Modul 4? Check!
Samstag: Solo Wandertag. Der Wecker klingelt kurz nach 6 Uhr. Aufstehen. Kaffee und Tee kochen eine Kleinigkeit essen, anziehen, Rucksack schnappen und los geht's mit der Straßenbahn zum Hauptbahnhof. Mein Ziel: Hermsdorf in Thüringen.
Knappe zwei Stunden später stehe ich am Hermsdorfer Bahnhof und gehe entspannt auf Tour. Die Sonne scheint und alles ist Bestens.
Ein paar huntert Meter hinter dem Bahnhof geht's direkt in den Wald. Meine Wanderstrecke ist relativ kurz und für die 12,5 Kilometer brauche ich trotzdem sechs Stunden.
Meine Strecke: Hermsdorf - Oberndorf - Reichenbach - Sankt Gangloff - Kraftsdorf und von dort aus wieder nach Hause. Den Rest der Story gibt's in Bildern.
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| Mal wieder eine Solotour am Wochenende. Das hatte ich eine Weile nicht. |
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| Ein guter Platz für meine erste Rast. |
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| Ein wirklich schönes Plätzchen zum Abhängen. Als Proviant hatte ich eine vegane Räucherwurst, Brot, Kaffee, Tee und Wasser dabei. Den Rest hatte mir die Natur geschenkt. |
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Wunderbare Weitsichten und Nahaufnahmen. Solche Wandbilder gibt es in der Region einige zu bestaunen.
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| Menschenspuren im Wald. Kiefern, die bis vor 30 Jahren zur Harzgewinnung geschält wurden. Eine angelegte Rückegasse für den Einsatz von schweren Holzvollerntemaschinen. Ein gerodeter, mit einem Pflug bearbeiteter Waldboden - eine oft zu sehende Menschenspur nach einem Kahlschlag. |
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| Die Früchte des Waldes. Am Waldrand reifen die Schlehbeeren, Hagebutten und die Holunderbeeren. Ebenfalls am Waldrand begegnete mir die Malve und gelegentlich die Brombeere. Allerdings wachsen Brombeeren auch gerne auf gestörten Waldflächen am liebsten dort, wo viel Licht einfällt. Am häufigsten sind sie auf Kahlschlagflächen oder augelichteten Nadelbaumplantagen zu finden. Schmecken tun sie mir trotzdem. |
Meine bescheidene Meinung: Ja, wir Menschen sollen und müssen uns unseren Konsum von Holz für Bauholz, Möbelholz, Papier, Pappe und Brennholz bewusst machen. Andererseits sollte eine Forstwirtschaft nicht auf Gewinnmaximierung getrimmt sein, sondern schonend mit der "Resource" Wald umgehen und mehr Aufklärung für Nachhaltigkeit betreiben.
Falls ihr in diesem Zusammenhang noch nichts vom "Schlachthauspardoxum" gehört haben solltet, dann schmeißt mal die Suchfunktion an.
Wir Menschen sind seid Anbeginn unseres Seins mit dem Wald verknüpft und ohne Wald verlieren wir alles. Lasst uns besser darauf achten, wie wir und andere mit dem Wald umgehen.
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| Wanderromantik. Diesen Platz teilte ich mir mit einem Reh, einigen Vögeln, Libellen und Hornissen. Die Äpfel waren schon sehr lecker. |
Sonntag: Neben der Hausarbeit versuche ich zu lernen und einen Igel aus Hasel zu schnitzen.
Fazit: Eine aufregende, spannende und sehr intensive Woch liegt hinter mir. Ich freue mich auf die Nächste.
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