Auf dem Weg zum Waldbotschafter. Es ist schon etwas crazy, wie ich gerade in meine Rolle als Naturmentor rein wachse. In der Kita habe ich mit den Kids begonnen Kreisel zu bauen. Selbstgemachtes Spielzeug ist dann doch noch mal etwas anderes, als Spielzeug aus Plastik. Und ja, ich mag dieses Zeug aus Plastik schon als beliebig und Seelenlos bezeichnen. Ganz unabhängig davon, wie toll es designed ist und welche Funktionen es haben mag. Wenn Kinder lernen, wie sie ihre Spielzeuge selber machen können, dann kommt es zu einer tiefen Verbindung mit dem Spielzeug.
Sie lernen den Prozess kennen, den es braucht, um mit den eigenen Händen etwas zu erschaffen. Das braucht Fähigkeiten und Fertigkeiten.Was möchte ich bauen? Wie baue ich das selber? Welche Werkzeuge brauche ich dafür? Wer kann mir helfen, wenn ich etwas nicht selber machen kann? Da ist so viel mehr, als nur der Wunsch nach dem nächsten Spielzeug, was dann vielleicht nach kurzer Zeit nur noch in der Ecke liegt oder in irgendeiner Kiste vergessen wird.
Spielzeuge aus Holz und Naturmaterialien zu gestalten ist auch um ein Vielfaches nachhaltiger. Anders als Plastik, welches, wenn überhaupt, im eigenen Leben nie recycled werden wird und selbst bei den Enkeln auf negative Erblast gesetzt wird, ohne das diese ein Mitspracherecht haben.
Es liegt in unserer Verantwortung für nachfolgende Generationen mitzudenken.
Genau das mein Engagement als Naturmentor und angehender Waldbotschafter aus.
Am Freitag habe ich mich spontan in den Zug gesetzt und bin mal eben fixRichtung Thüringen gefahren. Mein Plan? So wirklich hatte ich keinen. Ich musste einfach raus. Für den Fall der Fälle hatte ich mein Übernachtungsequipment dabei. Das Wetter passte und ich war auf der Strecke alleine unterwegs. Am Ende der Tour kam die Ernüchterung, da ich nicht richtig auf die Karte geschaut hatte. Landstraße, Forst mit einer Menge Brombeere oder eingezäunte Koppeln und Weiden. In einem kleinen wunderschönen Buchenwald leuchteten mir schon von weitem in der untergehenden Sonne die hohen Jägerstände am Waldrand entgegen. Das brauchte eine klare Entscheidung.. Abbruch und noch eine Stunde zu Fuß zum nächsten Bahnhof laufen.
Trotzdem hatte ich eine wunderbare >Me Time< und bin froh, dass ich mich entschieden hatte raus zu gehen. Reminder an mich selbst: selbst nach so vielen Touren muss ich am Ende der Planung noch einmal prüfen, was ich da vor habe.
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| Die weiße Elster bei Bad Köstritz. |
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| Für Tageswanderungen habe ich in dieser Jahreszeit meine Stirnlampe dabei. Das erhöht die Draußenzeit immens. Ich kann bis in die Dämmerung hinein einen guten Blick auf und in die Natur. Hinten raus bleibt noch Zeit für den Weg zum Bahnhof. |
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| Das Oberholz bei Großpößna am Rand von Leipzig. |







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