Montag: Mit dem Rad durch den Herbst zu fahren ist wirklich schön. Vor allem, wenn die Sonne am späten Nachmittag verschwindet und vorher alles nochmal in ihr wunderbares Licht taucht. Ja, mein Herbst war bisher ein schöner und sehr intensiver Herbst. Vieles habe ich in einem neuen Licht gesehen und och bereue keinen Augenblick, was ich in den letzten zweieinhalb Jahren meiner Naturverbindung erfahren und erlenen durfte. Ich bin Dankbar für jede Minute des Lernens, egal ob aus Büchern, Podcast, den vielen Onlinekursen und Weiterbildungen. Vor allem bin ich Dankbar dafür, dass mit jedem neuen Impuls mein Staunen da draußen größer wird. Es ist ein Genschenk. Ein Geschenk, an dem ich viele Leute teilhaben lassen möchte. Mein Kind, meine Partnerin, meiner Familie, meinen Freund:innen, meinen Kids in der Kita oder im Training, und auch euch, die hier vielleicht vorbei geschaut habt. Lasst uns für eine Mitwelt einstehen, die solidarisch zusammen wirkt. Natur ist nich "survival of the fittest". Sie ist vielnehr ein Miteinander. Alles steht in Verbindung.
Wir dachten und denken immer, wir seien die "Krone der Schöpfung." Sind wir das wirklich? Was passiert, wenn wir das Gleichgewicht der Natur immer mehr stören? Meinen wir wirklich, dass die Ressourcen, die unser Leben ermöglichen unerschöpflich sind? Wir benötigen sauberes Wasser, saubere Luft und saubere Böden. Wir benötigen intakte Wald-Ökosysteme und Meere. Wir sind auf halbwegs stabile Temperaturen angewiesen. Was passiert, wenn uns diese Resourcen wegbrechen? Wir können als Menschheit durch unsere Zusammenarbeit Großes erreichen. Wir können alle, Jede:r für sich schon im Kleinen so vieles erreichen.
Also wieviel ist von allem genug? Muss es Fleisch sein, muss es noch ein neues Kleidungsstück sein, noch eine Flugreise, noch eine Autofahrt? Oder eine große Wohnung, noch ein neues Handy, oder ein anderes elektronisches Gerät?
Eines ist für mich Fakt. Wer mit Resourcen nicht spart ist unsolidarisch mit denen, die diesen Planeten von uns erben sollen.
Wollen wir unseren Wohlstand mit Waffen verteidigen? Mit Vertreibung und Tod? Oder wollen wir einen Beitrag für einen bessere Welt leisten? Klar, ohne Regulierung auf politischer Ebene wird es bei manchen Menschen nicht ankommen. Aber brauchen wir das wirklich, wenn wir jeden Tag die Möglichkeiten in unseren eigenen Händen halten?
Bist du bereit für eine bessere Welt einzutreten?
Dienstag: Einen Schritt weitergehen. Ich lerne vom echten Buchenurwald, wie es gehen könnte. Und ich höre mir "Peter und der Wald" an. Jeden Dienstags erscheint die neue Podcastfolge und die ist für mich immer ein Highlight.
Mittwoch: Bis auf die obligatorische Hofpause blieb mir leider nicht viel Draußenzeit. Das bisschen Zeit wollte also gut genutzt sein.
Donnerstag: mein dritter Tag in der Förderschule. Ich versuche wirklich mit jedem Blick aus dem Fenster die Tiere zu sehen. Ein großer Schwarm Saatkrähen Zug seine Kreis am Himmel. Am Anend waren wir im "Theater der jungen Welt" zu einem grandiosen Puppenspiel: "Ein Glücksding". Ein wunderbarws Werk gegen Antisemitismus, Krieg und gegen das Vergessen. Dort war eine Birke ein dominanter Teil des Bühnenbild.
Freitag: Die Woche war anstrengend, aber auch schön. Wir waren mit der Schulklasse im Friedenspark. Die vielen Meisen sangen ein Konzert und ein Kolkrabe setzte sich zur Rucksackkontrolle auf die Rückenlehne der Parkbank. Was für ein Highlight. Ich bastelte in der Zeit für ein Kind eine Krone aus Ahornblättern.
Samstag: Egal wie bescheiden es läuft. Aufgeben ist keine Option. Angesichts der Klimapolitik, die nur noch auf dem Papier stattfindet, wäre es eigentlich sehr einfach, einfach aufzugeben. Also heißt es, auch die kleinsten Erfolge zu feiern. Aber belügt Mensch sich dabei selbst. Ja, manchmal fühlt es sich so an. Da draußen in unserer realen Welt tun sich täglich neue Bedrohungen auf oder werden neue Bedrohungen inszeniert.
Aber im Kleinen sind wir wirkmächtig. Wie entschein jeden Tag über die Zukunft unseres Planeten. Wirklich jeden Tag...
- Über unsere Essen. Die positive Message Heute sind nach Schätzungen ca. 1,5 Millionen Menschen vegan. Im Jahr 2008 waren es nicht einmal 800.000. Auch wenn veganes Leben in der breiten Masse der Bevölkerung und vor allem in konservativen Kreisen stark zerrissen wird. Lieber schlechte Aufmerksamkeit, als gar keine!
- Über unseren Konsum. Genauso, wie wir über unser Essen aus Etischen Gründen in Bezug auf die Tiere und die Landnutzung durch die Futzermitzelindustie bewusst wählen können, so ist es mit allen anderen Dingen auch. Für Metalle wird die Erde umgegraben. Für seltene Erden ebenso. Für Öl und Gas wird die Erde leergepumpt. Plastik lässt sich nur bedingt wieder verwenden und landet zu oft noch nicht einmal auf dem Müll, sondern irgendwo auf diesem Planeten, wo es noch weniger hingehört. Aber auch die Baumwolle für unsere Klamotten muss ja irgendwo angebaut werden. Die Färbereien verbrauchen Unmengen an Wasser. Es entstehen riesige Mühlberg an weggeworfenen Klamotten eine Fast Fashion Culture. Welche Firmen betreiben tatsächlich Nachhaltigkeit in der Produktion? Welche Firmen produzieren nach ethischen Grundsätzen, um den Schaden auf Mensch und Natur so gering wie möglich zu halten?
- Über unsere Art uns fortzubewegen. Es wäre illusorisch eine Welt ohne Autos, Flugzeuge und Schiffe zu wollen. Aber wir haben einen Einfluss auf die Nutzung. Ich fahre mit Bus, Zug und Straßenbahn. Sehr gerne und oft auch mit dem Fahrrad. Ich fliege seltenst. Fakt: die Fläche für einen Kimometer vierspurige Autobahn mit Standstreifen beträgt 20.000 bis 22.000 Quadratmeter. Das sind 3 Fussballfelder! Sollten dann noch Böschung hinzukommen, dann wird die Fläche noch größer. Außerdem werden in Waldgebieten noch großzügig bis zu 30 Meter breite Streifen auf beiden Seiten für die Verkehrssicherheit entwaldet. Um so mehr Autos um so mehr Ausbau und Neubau von Straßen braucht es auch. Im Vergleich dazu gibt es eine zweigleisige Schiene schon ab 10,50 Breite. Das ist lediglich die Hälfte der Fläche einer Autobahn. Jetzt müssen wir nur noch über den Verbrauch von Energie reden. Die allermeisten Züge fahren mot Strom. Den gibts überwiegen aus Eind und Sonne.
- Über die Menschen, die wir wählen [oder auch abwählen] - Wer steht für soziale Gerechtigkeit ein, wer für Umweltschutz und Nachhaltigkeit? Wer für ein weiter so und für rückschrittliche Politik?
Mit unseren Entscheidungen, wie wir selber leben wollen und wem wir unserer Geld und unsere Stimme geben wollen, haben wir mächtige Werkzeuge in der Hand.
Sonntag: Waldtag. Entspannen. Durchatmen. Energie für die neue Woche tanken.







Kommentare
Kommentar veröffentlichen