Ja genau. Halbzeit in der Weiterbildung zum Waldbotschafter. Ich wurde schon von mehreren Leuten gefragt, wann ich mit ihnen in den Wald gehe und ob ich das, was ich lerne, auch irgendwann beruflich machen möchte. Das sind wirklich gute Fragen. Eines vorweg: als Abschlussarbeit für das Zertifikat zum Waldbotschafter muss ich einen Walderlebnistag konzipieren und würde diesen gerne vorher mit Familie und Freund:innen wirklich veranstalten wollen. Vielleicht ergibt sich ja daraus der notwendige Anstoß für eine berufliche Zukunft.
Momentan nutze ich einen kleinen Teil meines Wissens in der Kita und bin auch immer wieder erstaunt, wie viel sich Erwachsene von meinem Wissen mitnehmen. Der Schutz der Natur und im besonderen des Waldes ist es, was ich vermitteln möchte und das geht nur über Naturverbindung auf emotionaler Ebene.
Ich selbst bin aber momentan auch noch in meiner persönlichen Komfortzone und habe nicht den Zwang im "Naturbusiness" arbeiten zu müssen. Eine Selbstständigkeit finde ich auch momentan sehr schwierig. Aber wer weiß schon, wie es in ein paar Jahren aussieht. Ob ich bis 67 in der Kita arbeiten kann und möchte, dass mag ich allerdings bezweifeln und da wäre es ja zumindest eine Alternative als Naturmentor und Waldbotschafter tätig zu werden.
Aber unabhängig von all diesen Gedankenspielen, lass uns doch, wie im letzten Post geschrieben, einfach zusammen raus gehen.
Montag: In der Nacht hatte es geschneit und alles in ein zartes Weiß getaucht. Gerade soviel, dass die Kinder kleine Schneefiguren und Schneebälle daraus formen könnten. Die Freude war groß und ich konnte die Draußenzeit wirklich sehr genießen.
Dienstag: Vom Schnee ist nichts mehr übrig. Weggetaut und vorbei. Ich hänge über meinen Einsendeaufgaben für die Waldbotschafter Weiterbildung und hinterfrage das, was ich vor einigen Wochen zu Papier gebracht habe. Aber auch das gehört zum Lernprozess dazu. Es wäre zu einfach, wenn das nicht so wäre.
Zudem denke ich über die letzten Wochen nach und was ich tatsächlich alles geleistet habe. Ich bin ja gelegentlich sehr unzufrieden mit mir. Oft zu unrecht. Meine Aufgabe als Naturmentor und Waldpädagoge ist es Impulse zu setzen. Oft sind es die kleinen Impulse. Aber wenn ich dadurch Menschen zu mehr Naturverbindung bringe, ihnen dabei helfe, tägliches Handeln zu hinterfragen, vielleicht sogar zu ändern, dann bin ich auf einem guten Weg. Das denke ich zumindest jetzt im Moment.
Vielleicht wirken manche Impulse bei den Kids erst dann, wenn sie schon selbst Erwachsene sind. Vielleicht sind manche Impulse bei Erwachsenen so wirksam, dass sie kleine Dinge in ihrem Alltag verändern und zumindest mehr rausgehen. Vielleicht kommmen über das Rausgehen mehr Fragen und eine stärkere Naturverbindung. By the way... Was wir schätzen und lieben, das schützen wir auch hoffentlich mehr.
Mittwoch & Donnerstag: Immerhin blieb mir die Zeit dafür, in der Kita raus zu gehen.
Freitag: Nach der Arbeit hatte ich mir den Weg durch den Lößniger Park gegönnt und jeden einzelnen Schritt genossen. Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, mein Telefon aus der Tasche zu ziehen und ein paar Fotos zu machen. So sehr hat mir die Draußenzeit gefehlt.
Samstag & Sonntag: Der wirklich schnellste Weg in die Naturverbindung? Atemmeditation am See. Ein klein wenig Bewegung und dann ab ins Wasser. Ich empfinde es als Luxus, wenn man keine 10 Minuten zum See braucht. Ich war dieses Wochenende in direkter Nähe zum Kulkwitzer See, den ich wirklich sehr mag. Der Weg zum See ist von Sträuchern, Hecken und einigen Obstbäumen gesäumt. Dementsprechend viele kleine Singvögel waren hier zu entdeclen. Am See selbst gibt es viele Ahorne, Birken, Pappeln und Weiden. Außerdem durfte ich an beiden Tagen die Blässhühner, Kormorane und Haubentaucher beobachten. Wo viele Vogel unterwegs sind, da sind auch die Raben und Krähen nicht weit.
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| Vitamin C Mega Booster am Wegesrand? Eine Hand voll frische Hagebutten liegt da wirklich ziemlich weit vorne. |
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| "Mike malst du mir einen Drachen?" "Mir auch!" Stiftekilometer in der Kita sammeln geht ziemlich einfach. |
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| Schlehbeeren, oder auch Schwardorn genannt, und gefrostete Äpfel. Ein Paradies für Vögel. Durch den Frost der letzten Woche waren die Schlehbeeren perfekt zum naschen. |





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