Montag: der Alltag nimmt Besitz von mir. Am Abend übernehme ich es das Training der Erwachsenen. Ich habe es aber immerhin geschafft, einige Seiten in meinem Naturtagebuch zu füllen.
Dienstag: Ich versuche aus Weidenrinde ein kleines Körbchen zu flechten. Der Anfang sah vielversprechend aus, aber da muss ich wohl noch einmal ran. Aus Ahornblättern habe ich dann noch eine Krone gebastelt. Das ging g auf jeden Fall deutlich leichter von der Hand.
Dienstag ist bei mir immer Podcast Zeit. "Peter und der Wald". Am Abend habe ich noch das Buch "Der lange Atem der Bäume", ebenfalls von Peter Wohlleben, beendet.
Mittwoch und Donnerstag waren sehr arbeitsreiche Tage. Immerhin hatte ich am Mittwoch nach der Kita auch noch vier (4!) Trainingeinheiten angeleitet und am Donnerstag zwei. Das Wetter war ein sehr wechselhaftes, stark windiges Herbstwetter. Auch wenn wir in der Kita kurz draußen waren, blieb mir wenig Zeit für Naturverbindung. Ich denke, dass sich das schnell ändern muss. Aber immerhin konnte ich mich ein paar Minuten an eine Kastanie und eine Sommerlinde lehnen. Und vom Fenster aus konnten wir das Spiel von Licht und Schatten, von Wind und Regen beobachten. Der Kirschbaum vom Fenster zeigte sich im schönsten Herbstlaub. Wir durften sogar einen Buntspecht entdecken, der an einer unserer Futterstellen Rast machte. Zudem habe ich es geschafft, ein wenig im der Kita mit Natur-Materialien zu arbeiten.
Zu meiner Freude haben mir zwei Kids aus dem Training eine kleine Sammlung an Naturmaterialien aus dem Urlaub mitgebracht. Ein Knochen, eine Flechte, eine Feder, ein Kraut und ein Blatt. Das war ein besonderes Geschenk und ein besonderer Moment.
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L:Die fehlende Seite eines Ahorn Blattes mit Wasserfarben nachmalen. R.o: Kirsche und Ahorn werden zum Fuchs. R.u: Kreativität ausleben. Die Blätter auf der Kartonage sind alle von einem Kirschbaum.
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Freitag: Feiertag in Sachsen und die Sonne scheint. Ich war schon lange nicht mehr an meinem Sitzplatz. Irgendwie habe ich den Herbst dort verpasst, was ich dringend ändern muss. Hängematte, Schlafsack und Proviant werden mir heute den Aufenthalt sehr angenehm machen. Vorher gönne ich mir noch ein wenig Waldatmosphäre und den Blick auf den Markkleeberger und den Cospudener See.
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| Auf Tour. Auch wenn ich diese Wege schon sehr oft gegangen bin, mag ich diese Gegend sehr. Hier zeigt sich die Kraft der Natur besonders deutlich. Bis vor 30 Jahren waren hier noch die Abraumhalden eines riesigen Braunkohle-Tagebau zu sehen. |
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| Es gibt so viele schöne Sachen zu entdecken. Auch dem dreißig Jahre alten Wald kann ich etwas abgewinnen, der im Zuge der Renaturierung des Tagebaus entstanden ist. Wie würde der Wald wohl heute aussehen, der hier vor dem Raubbau für Braunkohle stand? |
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| Nach über zwei Stunden setze ich mich zu meiner ersten Pause an den Cospudener See. Warme Getränke und warmes Essen sind ein echter Luxus. |
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| Die Sonne geht langsam unter und taucht alles in ein schönes Licht. |
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| In der Abenddämmerung habe ich mein Lager aufgeschlagen. Vielleicht bleibe ich ein paar Stunden, vielleicht auch bis zum nächsten Morgen. Ich entdecke einen Fuchs, der einige Meter von mir entfernt vorüber zieht und der nochmal kurz stehen bleibt und mich anschaut. Etwas später kommt noch ein Wildschwein in die Nähe meines Lagers. |
Samstag: Wenn der Tag so startet, dann ist es schon jetzt ein besonders schöner Tag. Ich habe mir Zeit gelassen und einfach nur gestaunt. Genau so hatte ich es mir vorgestellt und wurde beschenkt. Irgendwann habe ich meine Sachen gepackt und bin auf verschlungenen Pfaden durch den Auwald wieder nach Hause gelaufen. Dieses gute Gefühl hielt den ganzen Tag an.
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| In der Morgendämmerung wirken die Stille und das Licht fast magisch. Der wärmende Tee hilft gegen die Kälte am Morgen. Die Schwäne schlafen noch. Den Kopf ins Gefieder gesteckt, treiben sie auf dem Wasser. |
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| Fast minütig ändert sich das Licht. Die tagaktiven Tiere werden nach und nach munter. |
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| Gänse ziehen am Himmel vorbei. Wo werden sie heute landen und Rast machen? |
Sonntag: Abhängen. Podcasts hören, den alten Körper mit Mobility fit halten und ein kleiner Spaziergang. Ein wenig lernen und die Beine hochlegen. Während ich diesen Post veröffentliche, sitze ich in der Dämmerung mit einem Tee im Garten.
Fazit: ich hatte eine gute Woche und habe mehr gemacht, als ich dachte. Besonders mein Overnighter war Balsam für die Seele. Das ich dann Sonntags etwas durchhänge ist völlig in Ordnung. Mal schauen, was die neue Woche bringen wird.
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