Montag: Ich bin wieder auf Arbeit und genieße den Luxus von sechs Stunden Draußenzeit. Auf jeden Fall haben die kleinen Piepsies während meines Urlaubs alle Futterstellen leer gefressen. Wir haben nach kleinen Federn und Ausscheidungen geschaut, um vielleicht einen Rückschluss auf unsere Gäste zu bekommen.
Dienstag: Ich bin schreibend in den Tag gestartet. Auf Arbeit war ich nur kurz. Mein Heimweg führte mich einmal quer durch den Friedenspark mit einem Umweg über die Innenstadt nach Connewitz. Letztere Strecke bin ich mit der Bahn gefahren. Mein Ziel: das Deli. In den Genuss der Mittagskarte komme ich normalerweise nicht und das heutige Essen wollte ich mir nicht entgehen lassen.
Am Wilhelm Leuschner Platz habe ich mir endlich mal die Präsentation für das neue Naturkundemuseum angeschaut. Auch wenn es noch bis 2030 braucht, freue ich mich sehr über die Nutzung und Umgestaltung der zu DDR Zeiten gebauten und legendären Bauruine aus Beton und Glas, die due meiste Zeit ungenutzt blieb und Stück für Stück zerfiel. Ich hoffe sehr, dass diese Einrichtung mit neuem Leben geweckt werden und nicht dem Sparzwang oder Blau- Brauner Idiotie zum Opfer fällt.
Das kennt ihr auch? Die ganze Woche vollgepackt?
Am Dienstag habe ich mit einem Buchprojekt begonnen. Es geht pri.är nocht darum ein Buch zu veröffentlichen, sondern darum eines zu schreiben. Ich finde den Prozess spannend und es zeigt mir, wie viel Strukturierung es braucht, um einen kreativen Prozess in eine sinnige Richtung zu bewegen. Natürlich geht's in Buch um Natur und vor allem geht's um Aufmerksamkeit für gestresste Stadtmenschen. Mal schauen, ob ich einzelne Textpassagen oder auch ganze Kapitel hier auf dem Blog veröffentlichen mag.
Am Mittwoch war ich einer Grundschule und durfte mit meinem Klienten ein Herbarium erstellen. Das ich da voll on bin, muss ich nicht weiter ausführen.
Der Donnerstag bescherte mir gute sechs Stunden Draußenzeit. Vor ein paar Wochen habe ich Kronen aus Ahornblättern gebastelt und einigen Kindern gezeigt, wie sie das auch selber machen können. Wenn Kita Kinder diese Technik an andere Kinder weitergeben, dann haben sie diese Fähigkeiten wirklich verinnerlicht.
Der letzte Arbeitstag für diese Woche. Vogelfutter und Kokosfett. Wir starten mit einem Meisenknödel Projekt. Das wird ein Spaß.
Der restliche Tag gehört den Vorbereitungen für ein Familienwochenende. Ich bereite für das Buffet am Samstag die Soja-Steaks vor und für Sonntag als Hauptgericht einen Soja-Schmortopf mit Kartoffeln. Das Schöne daran ist. Für alle Gäste gibt es zwei Tage lang ausschließlich pflanzliche Nahrung . Als Waldbotschafter weiß ich, dass es immens den Resourcenverbrauch reduziert und natürlich nicht zu vergessen, wir nehmen unsere Gäste aus dem Fleischkonsum raus. Darüber freuen sich die Tiere am meisten.
Mit dem Essen zwei Tage und für 14 Leute im Kofferraum und auf der Rücksitzbank bing es in Richtung Goslar und noch tiefer in den Harz hinein. Unser Haus lag an einer wenig befahrenen Straße eingebettet in einem kleinen Dorf. Auf der Hinfahrt haben wir schons den Vollherbst bestaunt. Die Farben der welken Blätter an den Bäumen und Sträuchern brachte uns in eine wunderschöne Stimmung. Schade, dass ich hier die Umgebung nicht erkunden konnte. Am nächsten Morgen musste ich schon wieder fahren. Ich würde mit dem Auto nach Goslar gebracht und konnte in der anschließenden Zugfahrt einmal quer durch den Harz die Landschaft und die Stimmung in mich aufsaugen. Immerhin hatte ich für die Gäste unserer Familienfeier eine kleine Wanderung planen, wenn auch nicht leiten. Aber die gewählte Route war wohl sehr schön, wie mir berichtet wurde.
Wir lesen uns...

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