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Posts

Tiefe Verbindung in Woche 22

Wenn ich die mentale Bedeutung meiner Weiterbildung fassen sollte, komme ich oft an meine Grenzen. Gelegentlich kratzt meine Ausbildung an Themen, die ich eher verdrängen würde. Die Natur ist eine großartige Lehrerin und Wildniswind hilft mir mit einem roten Faden, die Natur auf unterschiedlichste Art und Weise zu erleben. Ich sehe Dinge, die mich begeistern, die mich zum staunen bringen, aber auch Dinge, die mich tief traurig stimmen. Wenn ich die Zerstörung in der Natur sehe, dann fällt es mir oft schwer zu sehen, welche Schönheit es trotzdem zu entdecken gibt. Manchmal bin ich sehr "Kopflastig". Da tut es gut einfach rauszugehen und den Wandering Modus einzuschalten. Meine Methoden dazu? Sitzplatz, Atemmeditation, Eulenblick und Fuchsgang. Dieser Schalter funktioniert tatsächlich famos. Aus meinem trüben Blick wird ein sehr klarer. Aus meiner Trauer wird Hoffnung. Aber woher kommen diese Gefühle? Die Natur zeigt mir ihren unbändigen Lebenswillen. Tiere, Pflanzen und Pilze ...

Woche 21

Eine Winterwanderung bildete den krönenden Abschluss meiner einundzwanzigsten Wildniswindwoche. Nachdem ich am Montag meinen ersten Löffel geschnitzt hatte und viele Seiten in meinem Naturtagebuch mit Texten und Bildern gefüllt hatte, fehlte nur noch eine intensive Draußenzeit.  Unser Ziel war der Wermsdorfer Forst, ca. vierzig Kilometer von Leipzig gelegen. Einen Teil dieses Forstes hatten wir bereits im letzten Frühjahr besucht. Diesmal ging es auf neuen Wegen entlang der großen Teiche, die sich über viele Kilometer durch den Wald ziehen. Das Wetter war fantastisch. Sonnenschein, Temperaturen knapp unter Null Grad,  vereiste Teiche und Schnee auf den Wegen. Der Forst ist wirklich vielfältig. Neben unschönen Dingen wie Kahlschlagflächen und Monokulturen, gab es Mischwälder und zum Teil wild gewachsene Waldstreifen, vor allem in Ufernähe. Was mich immer wieder erstaunt, dass sind die Flächen mit Bäumen, die lediglich eine Bedeutung für die Holzwirtschaft haben, aber keinen Nut...

Entkoppelt

Irgendwann in meinem Leben musste ich mir eingestehen, wie sehr ich mich von der Natur entkoppelt hatte. Nicht, dass ich einen Camping Urlaub im Zelt oder einen Waldspaziergang nicht zu schätzen wusste, sondern wie wenig ich von der der Natur wahrnahm. Wie wenig ich mich selbst in der Natur wahrnehmen konnte. Wie viel meiner Natürlichkeit war mir tatsächlich abhanden gekommen? Hat sich daran was geändert? Was hat sich geändert?  Prioritätenverschiebung Erstens: Die Zeit draußen zu verbringen ist mir wichtig geworden. Egal ob mit Kind und/oder Partnerin, aber gerne auch alleine, genieße ich die Draußenzeit sehr. Egal ob Urlaub, Wochenende oder nach der Arbeit. Ich gehe gerne raus. Wandern, Wandering, Wochenenden im Hexenhäuschen, Wandertouren mit Overnighter, Wanderurlaub in Slowenien, Schweden, aber auch in Deutschland sind meine Highlights.  Zweitens: Mein Wissensdurst ist groß geworden und hält unvermindert an. 2023 waren es primär die Onlinekurse der Waldakademie, sowie ein...

Von Schulhofbäumen in Leipzig zum Wacholder in Jena

Viele Erlebnisse und noch mehr Gedanken. Die letzten beiden Wochen im Januar waren wirklich spannend.  Arbeitsweg Part 1 Meine Arbeit führt mich über das Jahr verteilt in die verschiedensten Stadtteile meiner Stadt. Das sind Gelegenheiten, die ich sehr schätze. Ich lerne neue Menschen kennen und ich nutze dann gerne die Möglichkeit, um mich etwas genauer umzuschauen. Mein Blick weitet sich um mehr wahrzunehmen und ich bin bewusster, aufmerksamer in solchen Momenten. Als angehender Naturmentor suche ich nach Pflanzen und Tieren. Schaue, wie die baulichen Gegebenheiten sind, woher das Licht kommt, wie viele Brachflächen es gibt, wie die Parks angelegt sind. Alles bietet mir einen Raum für Entdeckungen. Gelegentlich gehe ich dann in den Fokus und schaue mir das Entdeckte etwas genauer an und manchmal erzählen mir Flora und Fauna kleine Geschichten. Zum Beispiel zwei Gruppen von Elstern. Eine aus fünf Tieren bestehend, ein aus drei. Während die größere Gruppe die Antennen eines Hauses ...

Abenteuer mit Benno

Benno, dass ist der Bauwagen auf den Fotos. Am letzten Wochenende war er unsere Homebase. Mitten in der Natur gelegen, ist das für uns Stadtkinder schon ein Traum. Wir haben uns für dieses Jahr vorgenommen, dass wir mindestens einmal im Monat die Stadt zu verlassen und alternative Unterbringung und Draußenzeit zu verknüpfen. Benno war ein großartiger Auftakt. Der Wagen steht an der ehemaligen Innerdeutschen Grenze zwischen Bayern und Thüringen am Rande des Ortes Tettau. Unweit von Benno befindet sich auch der Rennsteig. Beste Vorraussetzungen für ausgedehnte Wandertouren und Ruhe. Zur Geschichte von Benno und zur Buchung von Übernachtungen verlinke ich hier gerne die Homepage   Tag 1 Wir durften unsere Sachen schon vorher in Benno packen und haben uns erstmal einen Kaffee gekocht, nachdem wir sehr herzlich von der Vermieterin empfangen wurden. Nach kurzer ,aber gründlicher Einweisung, könnten wir uns wirklich entspannt auf das Wochenende vorbereiten, was bei uns bedeutet, eine Tour...